Haarmedizin

PRP gegen Haarausfall: Wirkung, Ablauf & Sitzungen

Kurz gesagt: Bei der PRP-Therapie wird aus Ihrem eigenen Blut plättchenreiches Plasma gewonnen und in die Kopfhaut eingebracht. Die darin enthaltenen Wachstumsfaktoren können die Haarwurzeln stärken, Haarausfall bremsen und das Haarwachstum anregen. Eine Sitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten, es gibt keine Ausfallzeit, und für ein gutes Ergebnis sind mehrere Sitzungen im Abstand einiger Wochen sinnvoll.

Haarmedizin

Was ist PRP?

PRP steht für „Platelet Rich Plasma“, also plättchenreiches Plasma. Blutplättchen (Thrombozyten) enthalten zahlreiche Wachstumsfaktoren, die der Körper normalerweise zur Wundheilung und Geweberegeneration nutzt. Durch Zentrifugation wird dieser Bestandteil aus einer kleinen Blutprobe konzentriert.

In der Haarmedizin nutzt man diese Signalstoffe gezielt: In die Kopfhaut eingebracht, sollen sie die Durchblutung fördern, geschwächte Haarfollikel aktivieren und die Wachstumsphase der Haare verlängern. Da ausschließlich körpereigenes Material verwendet wird, ist die Verträglichkeit sehr hoch.

Wie wirkt PRP gegen Haarausfall?

Haare durchlaufen einen Zyklus aus Wachstumsphase (Anagen), Übergangsphase (Katagen) und Ruhephase (Telogen). Beim erblich bedingten Haarausfall verkürzt sich die Wachstumsphase, die Haare werden dünner und fallen früher aus. PRP setzt genau hier an. Die Wachstumsfaktoren können:

  • die Mikrozirkulation und damit die Nährstoffversorgung der Haarwurzeln verbessern
  • ruhende oder geschwächte Follikel zu neuer Aktivität anregen
  • die Wachstumsphase der Haare verlängern
  • den Haarschaft kräftigen und so die sichtbare Dichte erhöhen

Ablauf einer PRP-Behandlung

Eine PRP-Sitzung im IKONA Ästhetik- & Laserzentrum in Nürnberg ist unkompliziert und dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Zuerst wird eine kleine Menge Blut entnommen – vergleichbar mit einer normalen Blutabnahme beim Hausarzt. In einer speziellen Zentrifuge wird das Plasma anschließend von den übrigen Blutbestandteilen getrennt und aufbereitet.

Danach wird die Kopfhaut desinfiziert und das Plasma mit feinen Injektionen gleichmäßig in die betroffenen Areale eingebracht. Die meisten Patienten empfinden nur ein kurzes Pieksen. Eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig. Nach der Behandlung können Sie direkt in den Alltag zurückkehren; leichte Rötungen klingen meist innerhalb weniger Stunden ab.

Wie viele PRP-Sitzungen sind nötig?

Eine einzelne Behandlung reicht selten aus. Bewährt hat sich eine Kur aus mehreren Sitzungen im Abstand von einigen Wochen, gefolgt von Auffrischungen je nach Befund. Wie viele Sitzungen in Ihrem Fall sinnvoll sind, hängt von der Ursache und dem Stadium des Haarausfalls ab.

Wichtig ist realistische Geduld: Da Haare langsam wachsen, zeigen sich Veränderungen meist erst nach einigen Monaten. Viele Patienten bemerken zuerst, dass weniger Haare im Kamm oder in der Dusche zurückbleiben, bevor die Dichte sichtbar zunimmt.

Für wen eignet sich die PRP-Therapie?

PRP ist besonders dann sinnvoll, wenn noch aktive Haarfollikel vorhanden sind. Typische Anwendungsbereiche sind:

  • beginnender erblich bedingter Haarausfall bei Männern
  • diffuser Haarausfall und lichter werdendes Haar bei Frauen
  • Unterstützung vor und nach einer Haartransplantation
  • dünner werdendes Haar ohne vollständig kahle Stellen

PRP und Haartransplantation: eine starke Kombination

PRP ersetzt keine Haartransplantation, wenn bereits kahle Areale bestehen – denn wo keine Follikel mehr vorhanden sind, kann auch nichts angeregt werden. Als Begleittherapie ist PRP jedoch sehr beliebt: Es kann die Einheilung der Grafts unterstützen und gleichzeitig die nicht transplantierten, eigenen Haare stärken. So bleibt das Gesamtbild langfristig harmonisch.

Auch in Kombination mit Mesotherapie oder Autologous Exosomes lässt sich PRP sinnvoll einsetzen. Welche Kombination zu Ihnen passt, legen wir nach einer Analyse Ihrer Kopfhaut gemeinsam fest.

Wann PRP nicht die richtige Wahl ist

Bei bestimmten Blut- oder Gerinnungserkrankungen, akuten Infektionen, einer laufenden Krebstherapie oder während der Schwangerschaft raten wir von einer PRP-Behandlung ab. Auch Haarausfall durch Eisen- oder Schilddrüsenstörungen sollte zunächst ursächlich abgeklärt werden. Deshalb steht vor jeder Therapie eine ehrliche Anamnese.

PRP bei Haarausfall von Frauen

Frauen erleben Haarausfall oft anders als Männer. Statt Geheimratsecken zeigt sich meist ein breiter werdender Scheitel oder insgesamt dünneres Haar. Auslöser können hormonelle Veränderungen nach einer Schwangerschaft, in den Wechseljahren oder nach dem Absetzen der Pille sein, ebenso Stress oder Eisenmangel. Da eine Haartransplantation bei diffusem Haarausfall oft nicht die erste Wahl ist, gehört PRP bei Frauen zu den wichtigsten Therapieoptionen.

Besonders sinnvoll ist eine Kombination: Wir klären mögliche Mängel über Blutwerte ab, behandeln die Ursache und stärken die Haarwurzeln parallel mit PRP. Viele Frauen berichten schon nach der Grundkur von weniger Haarverlust und kräftigerem, glänzenderem Haar.

Vorbereitung und Verhalten nach der PRP-Sitzung

Damit die Blutplättchen ihre volle Wirkung entfalten können, lohnt sich eine kurze Vorbereitung. Trinken Sie am Vortag und am Behandlungstag ausreichend Wasser, frühstücken Sie normal und kommen Sie mit frisch gewaschenem Haar ohne Stylingprodukte. Blutverdünnende Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure sollten Sie nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, da sie die Funktion der Blutplättchen beeinflussen können.

Nach der Behandlung gelten einfache Regeln:

  • Haare frühestens am Folgetag waschen
  • Etwa 24 Stunden auf Sport, Sauna und Solarium verzichten
  • Kopfhaut nicht massieren oder kratzen
  • Färben oder Dauerwelle erst einige Tage später

Wie lange hält das Ergebnis?

PRP behandelt nicht die genetische Ursache des erblich bedingten Haarausfalls, sondern stärkt die Haarwurzeln. Das bedeutet: Der Effekt ist nicht unbegrenzt, lässt sich aber durch regelmäßige Auffrischungen gut erhalten. Viele Patientinnen und Patienten kommen nach der Grundkur ein- bis zweimal im Jahr zur Erhaltungssitzung.

Den größten Nutzen erzielen Sie, wenn Sie früh beginnen. Je mehr aktive Follikel noch vorhanden sind, desto mehr kann die Therapie bewirken. Wer erst handelt, wenn große Areale kahl sind, profitiert eher von einer Haartransplantation. Ein weiterer Faktor ist Ihr Lebensstil: Ausreichend Schlaf, eine eiweiß- und eisenreiche Ernährung und der Verzicht auf Rauchen unterstützen die Wirkung spürbar.

PRP gegen Haarausfall in Nürnberg bei IKONA

In unserer Praxis am Spittlertorgraben 27 in Nürnberg wird jede PRP-Behandlung ärztlich geplant und unter der Leitung von Dr. (Univ. Med.) Ikbal Köceroglu durchgeführt. Wir verwenden ein standardisiertes Aufbereitungssystem, damit das Plasma in gleichbleibend hoher Qualität gewonnen wird. Vor Beginn der Kur dokumentieren wir den Zustand Ihrer Kopfhaut, sodass wir Fortschritte später objektiv vergleichen können.

Termine lassen sich bequem online über Doctolib, telefonisch oder per WhatsApp vereinbaren. Im ersten Gespräch klären wir die Ursache Ihres Haarausfalls und entscheiden gemeinsam, ob PRP allein, eine Kombination mit Mesotherapie oder Exosomen oder eine Haartransplantation der sinnvollste Weg ist.

Fazit

Die PRP-Eigenbluttherapie ist eine natürliche, gut verträgliche Methode, um geschwächte Haarwurzeln zu stärken und Haarausfall zu bremsen – ohne Ausfallzeit und ohne Fremdstoffe. Ihr größtes Potenzial entfaltet sie im frühen Stadium und als Ergänzung zu einer Haartransplantation. Im IKONA Ästhetik- & Laserzentrum Nürnberg prüfen wir gemeinsam, ob PRP für Sie sinnvoll ist.

Häufige Fragen

Wie viele PRP-Sitzungen brauche ich?

Üblich ist eine Kur aus mehreren Sitzungen im Abstand einiger Wochen, danach Auffrischungen etwa ein- bis zweimal im Jahr je nach Befund.

Kann PRP eine Haartransplantation ersetzen?

Nein. PRP stärkt vorhandene Haarwurzeln. Bei bereits kahlen Arealen ist eine Haartransplantation nötig, PRP kann sie jedoch sinnvoll begleiten.

Tut eine PRP-Behandlung weh?

Die meisten Patienten spüren nur ein kurzes Pieksen bei den feinen Injektionen. Eine Betäubung ist in der Regel nicht nötig.

Wann sieht man erste Ergebnisse nach PRP?

Meist nach einigen Monaten. Häufig bemerkt man zuerst einen geringeren Haarverlust, bevor die Dichte sichtbar zunimmt.

Hilft PRP auch bei Frauen?

Ja. Gerade bei diffusem Haarausfall und dünner werdendem Haar bei Frauen ist PRP eine häufig eingesetzte Therapie.

Gibt es nach PRP eine Ausfallzeit?

Nein. Sie sind direkt wieder alltagstauglich. Leichte Rötungen klingen meist rasch ab.

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