Warum erschlafft die Haut im Gesicht?
Ab etwa Mitte 30 nimmt die Produktion von Kollagen und Elastin spürbar ab. Gleichzeitig verliert das Gesicht an Fettvolumen, und die Bänder, die das Gewebe halten, werden nachgiebiger. Die Folge: Wangen sinken ab, die Kieferlinie verliert an Kontur, und es entstehen Hängebäckchen sowie tiefere Nasolabialfalten.
Lange Zeit war ein operatives Facelift die einzige Möglichkeit, dieses Absinken zu korrigieren. Heute bietet das Fadenlifting eine minimalinvasive Alternative für alle, die ein sichtbares Ergebnis ohne Skalpell, Vollnarkose und lange Ausfallzeit wünschen.
Wie funktioniert ein Fadenlifting?
Beim Fadenlifting werden feine, resorbierbare Fäden mit einer dünnen Kanüle in die Unterhaut eingebracht. Die Fäden sind je nach Typ mit kleinen Widerhaken oder Kegeln versehen, die sich im Gewebe verankern. So kann das Gewebe sanft angehoben und in eine jugendlichere Position gebracht werden. Der Effekt wirkt auf zwei Ebenen:
- Mechanisch: Das Gewebe wird sofort angehoben und gestrafft.
- Biologisch: Der Körper bildet rund um die Fäden neues Kollagen, das die Haut über Wochen fester macht.
- Nachhaltig: Auch nachdem sich die Fäden aufgelöst haben, bleibt ein Teil des neu gebildeten Kollagens erhalten.
Welche Fäden werden verwendet?
Moderne Lifting-Fäden bestehen meist aus PDO (Polydioxanon) oder vergleichbaren resorbierbaren Materialien, die seit Jahrzehnten auch als chirurgisches Nahtmaterial verwendet werden. Der Körper baut sie über mehrere Monate vollständig ab. Je nach Ziel kommen unterschiedliche Fadentypen zum Einsatz:
- Glatte Fäden (Mono-Fäden): vor allem zur Kollagenstimulation und Hautverbesserung
- Gedrehte Fäden: für mehr Stützkraft, etwa bei feinen Falten
- Fäden mit Widerhaken oder Kegeln (Cog-Fäden): für den eigentlichen Lifting-Effekt
Welche Bereiche lassen sich behandeln?
Im IKONA Ästhetik- & Laserzentrum in Nürnberg setzen wir das Fadenlifting vor allem in folgenden Zonen ein:
- Wangen und Mittelgesicht – für ein frisches, angehobenes Profil
- Kieferlinie und Hängebäckchen – für eine klare Kontur
- Augenbrauen – für einen offeneren, wacheren Blick
- Hals – bei beginnender Erschlaffung
- Nasolabialfalten – indirekt durch das Anheben der Wangen
Ablauf der Behandlung
Im Beratungsgespräch analysieren wir Ihre Hautqualität, das Ausmaß der Erschlaffung und Ihre Wünsche. Danach legen wir fest, welche Fäden in welcher Richtung eingesetzt werden. Am Behandlungstag wird der Bereich desinfiziert und lokal oder mit einer Betäubungscreme betäubt.
Die Fäden werden über wenige, winzige Einstichstellen eingebracht und anschließend in die gewünschte Position gebracht. Die gesamte Behandlung dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Da keine Schnitte nötig sind, entstehen keine sichtbaren Narben.
Nach dem Fadenlifting: Heilung und Verhalten
Leichte Schwellungen, ein Spannungsgefühl oder kleine Blutergüsse sind in den ersten Tagen normal. Die meisten Patientinnen und Patienten sind nach kurzer Zeit wieder gesellschaftsfähig. Damit sich die Fäden gut verankern, gelten für etwa zwei Wochen folgende Empfehlungen:
- Übertriebene Mimik, starkes Kauen und weites Öffnen des Mundes vermeiden
- Möglichst auf dem Rücken schlafen
- Keine Gesichtsmassagen oder kosmetischen Behandlungen im behandelten Bereich
- Sport, Sauna und Hitze vorübergehend meiden
Fadenlifting, Hyaluron oder Facelift?
Fadenlifting, Hyaluron und operatives Facelift verfolgen unterschiedliche Ziele. Hyaluron ersetzt verlorenes Volumen, das Fadenlifting hebt abgesunkenes Gewebe an, und ein Facelift entfernt überschüssige Haut bei starker Erschlaffung. Häufig ergänzen sich Fadenlifting und Hyaluron sehr gut: Die Fäden liften, der Filler gibt gezielt Volumen zurück.
Das Fadenlifting eignet sich besonders bei leichter bis mittlerer Erschlaffung. Bei sehr ausgeprägter Hauterschlaffung stößt es an Grenzen – das besprechen wir ehrlich im Vorgespräch.
Für wen eignet sich ein Fadenlifting?
Ideal sind Frauen und Männer ab etwa Mitte 30 bis Anfang 60 mit leichter bis mittlerer Gewebeerschlaffung und noch guter Hautqualität. Typisch sind Patientinnen und Patienten, die morgens im Spiegel bemerken, dass die Wangen tiefer sitzen und die Kieferlinie weicher geworden ist – eine Operation aber noch nicht in Frage kommt oder nicht gewünscht ist.
Nicht geeignet ist die Behandlung bei akuten Entzündungen oder Infektionen im Behandlungsareal, während Schwangerschaft und Stillzeit, bei bestimmten Autoimmun- oder Gerinnungserkrankungen sowie bei sehr dünner Haut mit ausgeprägtem Hautüberschuss. All das klären wir vor der Behandlung sorgfältig ab.
Mögliche Nebenwirkungen und wie wir sie minimieren
Das Fadenlifting gilt bei fachgerechter Durchführung als sicheres Verfahren. Dennoch sollten Sie mögliche Begleiterscheinungen kennen:
- Schwellungen und kleine Blutergüsse, die innerhalb weniger Tage abklingen
- Vorübergehende leichte Unregelmäßigkeiten oder Grübchen, die sich meist von selbst glätten
- Spannungs- oder Druckgefühl beim Lachen oder Kauen in den ersten Tagen
- Selten: Entzündungen an den Einstichstellen – daher arbeiten wir streng steril
Das Ergebnis langfristig erhalten
Nach 12 bis 18 Monaten lässt der Lifting-Effekt langsam nach, da sich die Fäden vollständig aufgelöst haben. Das Gesicht fällt jedoch nicht auf den Ausgangszustand zurück, weil das neu gebildete Kollagen die Haut weiterhin stützt. Viele entscheiden sich dann für eine Auffrischung. Ergänzend helfen konsequenter Sonnenschutz, eine gute Hautpflege und Behandlungen wie Skinbooster oder Microneedling, die Hautqualität dauerhaft zu verbessern.
Fadenlifting in Nürnberg bei IKONA
Im IKONA Ästhetik- & Laserzentrum am Spittlertorgraben 27 in Nürnberg wird jedes Fadenlifting ärztlich von Dr. (Univ. Med.) Ikbal Köceroglu geplant und durchgeführt. Unser Anspruch ist ein natürliches Ergebnis: Sie sollen frischer und erholter aussehen, nicht verändert. Deshalb setzen wir die Fäden gezielt und zurückhaltend und kombinieren sie nur dann mit Hyaluron oder Botox, wenn es für Ihr Gesicht wirklich sinnvoll ist.
Den Beratungstermin vereinbaren Sie online über Doctolib, telefonisch oder per WhatsApp. Im Gespräch zeigen wir Ihnen im Spiegel, welche Veränderung realistisch ist, und besprechen Ablauf, Ausfallzeit und Kosten transparent.
Fazit
Das Fadenlifting ist eine moderne, minimalinvasive Methode für ein sichtbar frischeres und definierteres Gesicht – mit sofortigem Effekt, zusätzlicher Kollagenbildung und geringer Ausfallzeit. Im IKONA Ästhetik- & Laserzentrum Nürnberg beraten wir Sie individuell, ob ein Fadenlifting allein oder in Kombination mit anderen Behandlungen zu Ihnen passt.
Wichtig ist uns dabei eine ehrliche Einschätzung: Wenn ein Fadenlifting bei Ihrer Ausgangslage nicht das gewünschte Ergebnis liefern kann, sagen wir Ihnen das offen und zeigen Ihnen Alternativen auf. So treffen Sie Ihre Entscheidung gut informiert und ohne Zeitdruck. Viele Patientinnen und Patienten nutzen das erste Gespräch zunächst nur zur Orientierung – und entscheiden sich erst später für eine Behandlung.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter ist ein Fadenlifting sinnvoll?
Meist ab Mitte 30, wenn erste Erschlaffungszeichen sichtbar werden. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern Hautqualität und Ausmaß der Erschlaffung.
Kann man Fadenlifting mit Hyaluron kombinieren?
Ja. Die Fäden heben das Gewebe an, Hyaluron ersetzt gezielt verlorenes Volumen – beide Verfahren ergänzen sich häufig sehr gut.
Wie lange hält ein Fadenlifting?
Je nach Fadentyp und Hautbeschaffenheit in der Regel 12 bis 18 Monate.
Lösen sich die Fäden auf?
Ja. Es werden selbstauflösende Fäden verwendet, die der Körper nach und nach abbaut.
Ist das Ergebnis sofort sichtbar?
Ja. Der Lifting-Effekt ist sofort sichtbar und verstärkt sich durch die Kollagenbildung über mehrere Wochen.
Ist ein Fadenlifting schmerzhaft?
Dank lokaler Betäubung oder Betäubungscreme ist die Behandlung gut verträglich. Danach kann ein leichtes Spannungsgefühl auftreten.
